Test Opel Adam 120 Jahre mit 86PS

Als ich hörte das wir den Opel Adam für unseren Test erhalten, war ich voller Vorfreude. Ursache hierfür ist das ansprechende Design, welches mich schon länger auf diesen Wagen neugierig gemacht hat.

Opel Adam im Test

Neben unserem Videobeitrag möchte ich hier nun noch einige Zeilen zu unserem Autotest verfassen.


Quelle: https://youtu.be/vlSGWSyn5w0

Fahrbericht 120 Jahre

Die ersten Meter im Opel Adam waren ernüchternd. Von hinten kamen Vibrationsgeräusche, als ob ein Blech locker sitzen würde, ich hielt an und schaute unter das Auto und kontrollierte ob das Kennzeichen locker wäre. Konnte jedoch nichts finden.

Die Ausstattung

Unser Adam ist mit der Ausstattungslinie 120 Jahre ausgestattet und verfügt damit über eine umfangreiche Sonderausstattung. Hierzu gehören unter anderem Sitz- und Lenkradheizung, Leichtmetallfelgen, Rückfahrkamera und Komfortsitze. Weiterhin verfügt er über eine zwei Farbenlackierung. Hier mal die Ausstattungsliste:

– „ADAM“ Schriftzug auf den C-Säulen

– Chrom-Paket

– Dach-Designlinie in Chrom

– Sportfahrwerk in Verb. mit 17″- und 18″-Leichtmetallrädern

– Grillspange in Chrom

– Interior-Dekore in Black

– Komfortsitze

– Kopfstützen, höheneinstellbar, vorn und hinten

– Sitzhöheneinstellung, Fahrer

– Tasche an Vordersitzrücken

– Vordersitze mit Easy-Entry Einstiegshilfe und Memoryfunktion

– Rücksitzlehne im Verhältnis 50:50 geteilt umklappbar

– 16“-Leichtmetallräder im “Horns“-Design in Silver, 6½ J x 16

– Berg-Anfahr-Assistent

Parkpilot, Einparkhilfe hinten

Geschwindigkeitsregler

– Halogen-Scheinwerfer

– Konnektivität und Infotainment

– Radios

– Infotainment-Systeme allgemein 4 x 20 Watt, 6 x 6 Senderspeicher, Dachantenne, geschwindigkeitsabhängige Lautstärke- und Bassregelung, FM/AM, Autostore und RDS-EON

– Radio R 4.0 IntelliLink

Klimaanlage

– Umluftschaltung, manuell

– Beheizbares Lederlenkrad und Sitzheizung, Fahrer und Beifahrer

– Solar Protect®-Wärmeschutzverglasung, stark getönt, im Fond

– Antiblockiersystem (ABS) mit Kurvenbremskontrolle und Bremsassistent

– Front- und Seitenairbags, Fahrer und Beifahrer sowie Kopfairbags, vorn und hinten (Frontairbag, Beifahrer, manuell deaktivierbar)

– Elektronische Bremskraftverteilung (EBV)

– 2 Getränkehalter, in der Mittelkonsole, hinten

– Fensterheber, elektrisch, vorn, mit Tippfunktion und Einklemmschutz sowie Komfortöffnungs- und Schließfunktion über Funkfernbedienung der Zentralverriegelung

– Hochschaltempfehlung über Anzeige im Instrumentendisplay

Lederlenkrad mit Chromelementen

– Lenksäule, höhen- und längseinstellbar

– Servolenkung, geschwindigkeitsabhängig

– Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung

– Fahrerinfodisplay, groß

– Reifendruckanzeige für jedes Rad

– Außenspiegel, elektrisch einstell- und beheizbar, manuell anklappbar

Teststrecke

Damit wir uns einen ausführlichen Eindruck über unseren Kleinstwagen machen können, führt uns unsere Testfahrt  von Buxtehude bei Hamburg auf die Insel Rügen in Mecklenburg-Vorpommern.

700 KM sollten für einen ersten Eindruck ausreichend sein. Der Opel Adam stellt sich als sehr wendig heraus und der kurze Radstand ist für das Fahrverhalten in Kurven natürlich nicht von Nachteil.

Design

Das Design wirkt jung und verspielt. Wenn man neben dem Wagen steht würde man gar nicht vermuten, dass es eine Rückbank und einen Kofferraum gibt. Wobei beides Kompromisse sind.

Im Innenraum wirken die Materialien von gehobener Qualität. Eine Junge Designlinie  zieht sich durch den Wagen. Die schwarze Polsterung bildet mit weißen Akzenten an den Türverkleidungen und dem Armaturenbrett einen interessanten Kontrast. Wenn man die Sonnenblende zuklappt scheppert es sehr blechern.

Die Rundinstrumente wirken sehr dynamisch. Praktisch ist hierbei die Anzeige im Drehzahlmesser, die im Stopp-Modus der Start-Stopp-Automatik anzeigt, dass der Motor zwar nicht läuft, der Wagen aber dennoch an ist.

Insbesondere an der C-Säule spiegelt sich die aktuelle Designlinie von Opel wider.

Stauraum

Die Rückbank eignet sich eher für kleinere Personen, somit würden wir den Wagen als 2 + 2 Sitzer bezeichnen. Der Kofferraum eignet sich für das Nötigste, aber auch zwei Selterkästen finden Platz. Für alles andere kann man die Rückbänke umklappen.

Motor

Der 1.4 Liter, 64kW bzw.  87 PS Vierzylinder-Motor gehört noch zur alten Garde, der Begriff Downsizing scheint hier noch ein Fremdwort zu sein. Direkteinspritzung oder einen Turbolader sucht man hier vergeblich. Dies schlägt sich auch im Verbrauch nieder, über 6 Liter pro 100 KM erscheint auf den ersten Blick recht viel. Dafür zieht der Wagen in allen Geschwindingkeitsbereichen gleich gut, so fühlt sich die Beschleunigung auch bei über 120 Km/h angenehm zügig an.

Selbst bei der Höchstgeschwindigkeit von 176 km/h liegt der Wagen gut auf der Straße. Neben dem 87 PS Motor in unserem Testwagen gibt es noch folgende Motoren im Angebot:

  • 1.2 Liter, 51 kW, 70 PS, Höchstgeschwindigkeit 165 km/h
  • 1.4 Liter, 74 kW, 100 PS, Höchstgeschwindigkeit 185 km/h
  • 1.4 Liter Turbo, 110kW, 150 PS, Höchstgeschwindigkeit 210 km/h

Auf der Webseite des Hersteller, kann man den Opel Adam auch selbst konfigurieren und dort weitere Daten einsehen.

Fazit

Der Opel Adam überzeugt durch sein Design, seine Wendigkeit und seine hochwertige Ausstattung. Die Nutzung vom Smartphone über IntelliLink ist eine super Sache, obgleich bei uns die Verbindung häufiger unterbrochen wurde.  Der Brutto-Listenpreis unseres Testwagens dürfte bei EUR 17.500,- liegen. Der Wagen dürfte bei diesem Preis etwas weniger klapprig sein und auch der Kofferraum könnte etwas mehr Platz vertragen. Obgleich wir Optimierungspotential sehen, müssen wir emotional sagen, der Wagen hat was. Wer sich für einen Opel Adam interessiert, sollte ihn auf jeden Fall eine Probefahrt machen und auch das IntelliLink System mit seinem Handy testen, um einen besseren Eindruck zu bekommen.

 

Ähnliche Beiträge: