Faires Internet schützt Arbeitsplätze und das Klima

KOMMENTAR: Warum Faires Internet unsere Arbeitsplätze und das Klima schützt. Um den Zusammenhang zwischen fairem Internet, dem Klimawandel und Arbeitsplätzen zu erkennen muss man Hintergrundwissen haben.


Quelle: https://youtu.be/QiaUFdcU9YY

Das heutige Internet & Klimawandel

Ein alter LKW an einer Ampel, ein Flugzeug beim Start oder ein Containerschiff beim Ablegen. Eindeutige Bilder von denen wir wissen, dass sie dem Klima schaden und sehr wahrscheinlich den Klimawandel fördern.

Aber wie ist es, wenn 1.000 Jugendliche für „Friday for Future“ vor dem Hamburger Rathaus sitzen und 900 von ihnen einen Facebook-Tweet verfassen oder lesen. Ist das Klima schädlich?

Ja, lautet die Antwort. Smartphone, Mobiles Internet, Router, Server und weitere Infrastruktur kosten Energie. Ungefähr alle zwei Jahre verdoppeln sich die internetgestützten Dienstleistungen und somit auch der Energiebedarf.

Energiebedarf Internet 2018

Grafik Energiebedarf Internet 2018Laut Recherchen des SWR entspricht nur der Energiebedarf für das Internet allein in Deutschland rund 55 Terawattstunden jährlich, dass entspricht umgerechnet ca. zehn mittleren Kraftwerken. Oder anders ausgedrückt ohne das Internet könnte man zehn Kraftwerke einsparen. (Zahlen von 2018, Quelle nachfolgender Beitrag) 

 

Quelle: https://www.swr.de/odysso/energiefresser-internet-die-oekobilanz-eines-mausklicks/-/id=1046894/did=22029622/nid=1046894/f5gt6i/index.html

Das ZDF hat ebenfalls zu dem Thema recherchiert und den Beitrag „Stromfresser Internet“ am 23.09.2018 veröffentlicht.

Einnahmen Internetkonzerne

Wussten Sie schon, dass jeder Mensch ab 0 Jahren weltweit (auch ohne Internetanschluss) den Internetkonzernen Alphabet (Google-Mutterkonzern) und Facebook in 2018 rechnerisch im Durchschnitt Einnahmen in Höhe von ca. 25 USD beschert hat?

Bild: Einnahmen Internetkonzerne 2018

Keiner ist reicher als Alphabet

Liest man die Unternehmenszahlen von Internetkonzernen wie Facebook oder Google (Alphabet Konzern) dürfte kaum Zweifel daran bestehen, dass hier Gewinnmaximierung an erster Stelle steht.

Nicht umsonst ist der Google-Mutterkonzern Alphabet unterdessen das reichste Unternehmen der Welt. Rund 117 Milliarden USD soll der Internetkonzern als Barreserve besitzen.

Bild: Reichstes Unternehmen der weltBei einer Barreserve in Höhe von 117.000.000.000,- USD relativieren sich die Höhen der Strafgelder, die bisher ausgesprochen wurden. Auch wenn diese als angebliche Rekordstrafen medienwirksam verkauft wurden, sind diese für große Internetkonzerne tatsächlich nur Peanuts.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/google-vs-eu-kommission-eu-verhaengt-rekordstrafe-von-2-42-milliarden-a-1154605.html

https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/eu-google-android-rekordstrafe-1.4059410

Rechenformel zur Gewinnsteigerung

Formel zur Gewinnsteigerung und ihre Folgen.

Rechenformel

Manipulationen in Social Media Netzwerken

Je mehr und je länger Nutzer online sind, umso größer ist der Verdienst für Social Media Netzwerke, aber auch umso höher ist die Klimabelastung. Hierbei gibt es eine ganze Reihe von Manipulationen die in Social Media Netzwerken genutzt werden, damit die Nutzeraktivität gesteigert wird.

Nach einer Studie der DAK vom März 2018 sind bereits 100.000 Teenager Social Media Süchtig. Nebeneffekt einer exzessiven Nutzung ist ein höheres Risiko für Depressionen zu erkranken.

social media süchtig

Ehemalige Mitarbeiter von Facebook und Apple haben in 2018 bereits öffentlich vor dem Süchtig machen von Apps und Facebook gewarnt. Mit welchen Mitteln werden Nutzer konkret manipuliert, nach einem Artikel von ze.tt sind es z.B. folgende:

  • Like-Button,
  • Pull-to-Refresh,
  • Push-Nachrichten / rote Benachrichtigungssymbol,
  • Videoschleifen

Hinzu kommen die Manipulationen von Reichweiten, sprich Reichweite fast nur noch gegen Bezahlung, aber dazu kommen wir weiter unten noch.

Darüber hinaus wird mit Hilfe von Bots (kleine Computerprogramme) probiert in Sozialen Netzwerken Meinungen zu beeinflussen. Mit tausenden automatisierten Postings sollen damit Befürworter oder Gegner gefunden werden. Bekanntestes Beispiel hierfür die Präsidentschaftswahl in den USA. Die Angst durch Falschmeldungen manipuliert zu werden, ist aber auch hierzulande groß.

Machtmissbrauch

Neben den vorgenannten Maßnahmen, sollte man aber auch die Macht großer Internetkonzerne kritisch betrachten. Wie ist es zu bewerten, wenn eine Suchmaschine erwägt die Politik zu beeinflussen?

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/google-mitarbeiter-ueberlegten-suchergebnisse-zu-manipulieren-a-1229510.html

Nun könnte man natürlich argumentieren, wenn dies zu einem positiven Zweck passiert, sei das legitim. Aber soll ein Konzern wirklich entscheiden, was positiv für eine Gesellschaft ist?

Obgleich selbst Google Mitarbeiter in 2018 gegen eine zensierte Suchmaschine für China – Projekt „Dragonfly“ – protestierten, erwägte die Google Geschäftsführung anscheinend in 2019 erneut dieses Projekt doch noch weiter zu führen. Wenn man derart leichtfertig mit dem Thema Zensur umgeht, sollte man sich auch hierzulande seine Gedanken machen, inwieweit Nutzer bereits heute manipuliert werden.

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Projekt-Dragonfly-Google-arbeitet-angeblich-weiter-an-Rueckkehr-nach-China-4326271.html

Facebook hat bereits 2014 Studien zu Nutzern durchgeführt, um ihre Emotionen zu untersuchen. Dafür wurde der Nachrichtenstrom der Nutzer manipuliert.

https://www.zeit.de/digital/internet/2014-06/facebook-nutzer-manipulation-studie

Das man es auch mit der Vertraulichkeit der Nutzerdaten nicht so genau nahm, zeigten zahlreichen Datenskandale.

https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/diginomics/neuer-datenmissbrauch-bei-facebook-daten-von-nutzern-geteilt-15949153.html

 

Arbeitsplätze in Gefahr?

Es scheint heute nicht ungewöhnlich zu sein, Nachrichtenströme in sozialen Netzwerken zu manipulieren. Nicht umsonst heißt es immer häufiger für Blogger, Marken und kleinere Unternehmen, Reichweite gibt es im nur noch gegen Bezahlung.

https://t3n.de/news/facebook-reichweite-omr-801942/

Wussten Sie eigentlich das über 90% aller Suchanfragen über eine Google Plattform erfolgen? Oder das über 50% aller Google Suchanfragen NICHT mehr auf einer externen Website enden, sprich Google diese Anfragen direkt bedient?

Google Reichweite

Da müssen andere Internetportale wie z.B. Preisvergleichsseiten in den Suchergebnissen – für die Google Produkte wie z.B. Google Shopping – auch schon mal Platz machen und Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz räumen.

https://www.netz-trends.de/id/8333/Sinkende-Sichtbarkeitswerte-Google-zwingt-Preisvergleichsportal-billigerde-in-die-Knie/

Erste EntlassungenNatürlich lassen sich das nicht alle Firmen gefallen. Deshalb verklagt beispielsweise Idealo Google auf eine halbe Milliarde Euro Schadenersatz.

https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/diginomics/idealo-verklagt-google-auf-halbe-milliarde-euro-schadensersatz-16137906.html

Bis es  jedoch ein Urteil in solchen Verfahren geben wird, sind Jahre vergangen in denen Googles-Mutterkonzern Alphabet vermutlich weitere Milliarden auf Kosten anderer Unternehmen machen wird. Kleinere Unternehmen haben häufig kaum eine Chance Klage einzureichen, aber auch größere Unternehmen schadet das Verhalten erheblich!

So heißt es z.B. im Kommentar von Netz-Trends.de:

„… An der Thomas Cook Pleite schuld ist auch Google. In Deutschland namentlich die Google Germany GmbH in Hamburg und München. Denn Google blendet immer aggressiver, neuerdings sogar als Haupt-Kategorie in der Google-Dienstleistungsübersicht, den Verkauf von Flügen an, „Google Flights“, beziehungsweise „Google Flüge“.

Was vor Jahren startete, zieht Google immer weiter global und rücksichtslos unter Ausnutzung seines Internet-Monopols als eigenes Geschäftsgeld auf zum Schaden des Wettbewerbs: … „

Quelle: https://www.netz-trends.de/id/9709/Kommentar—Auch-Google-hat-Schuld-an-Thomas-Cook-Pleite/

Ist es nicht höchst bedenklich, wenn monopolartige Unternehmen gar kein Interesse mehr an Funktionen haben müssen, die sie ursprünglich groß gemacht haben? Facebook hat schon eindeutig gezeigt, wer echte Reichweite für seinen Blog oder Marke haben will muss zahlen. Wobei auch das Werben auf Facebook ein Privileg ist, schließlich möchte man Nutzeraktivitäten auf Facebook behalten und nicht an externe Webseiten verlieren. So dürfen wir z.B. keine Facebook-Anzeigen schalten.

Die Suchmaschine Google muss heute bei Marken, Produkten oder Unternehmen gar kein Interesse mehr haben, Webseiten in der organische Suche (unentgeltliche Teil der Suchergebnisse bei Google) zu präsentieren.

Bereits heute sind zahlreiche Unternehmen bereit Google dafür zu bezahlen, dass man ihren Firmennamen bei Google findet, darunter auch DAX 30 Unternehmen. Dazu gehören DAX-Unternehmen wie z.B. Adidas, BMW, Telekom, E.On, Infineon, Lufthansa, SAP, Wirecard oder Volkswagen.

Wie besonders unsinnig das ist, zeigt dieses Beispiel von Volkswagen, obgleich ein kostenfreier Eintrag vorhanden ist, zahlt Volkswagen für Google-Anzeigen:

Anzeigen Volkswagen

In Zeiten, in denen die Position bei Google über das Überleben eines Unternehmens entscheiden kann, sind solche Maßnahmen zwar verständlich, stärken Google aber auch weiter in seiner Marktmacht.

Liebe Leser, achten Sie doch mal selbst darauf, bei wie vielen Suchergebnissen bei Ihren Suchen „Anzeige“ davor steht. Es ist beeindruckend, wer alles bereit ist an Google zu zahlen.

Google Steuer zahlen oder Insolvenz?

Wenn Politiker von der „Digitalsteuer“ oder auch „Google-Steuer“ genannt sprechen, haben diese Menschen offensichtlich gar nicht verstanden, dass es bereits eine Art von „Google-Steuer“ gibt. Diese wird allerdings nicht an den Staat, sondern an Google geleistet und betrifft eine extrem hohe Anzahl von Konsumenten, die ein Produkt kaufen oder eine Dienstleistung über das Internet nutzen.

Kleinere Unternehmen, die sich vor einigen Jahren ein Geschäftsfeld z.B. einen Online-Shop mit einer guten Position in den Suchergebnissen aufgebaut haben, haben heutzutage nur zwei Möglichkeiten. Die Suchmaschine Google verändert sich, neben geänderten Suchalgorithmen sind Business Einträge und Google Shopping dazugekommen.

Aufgrund der Marktmacht von Google könnte das in der Praxis entweder Insolvenz oder an Google zahlen bedeuten. Wer überleben will zahlt, wie viel das ist bestimmt Google. Das diese Kosten auf die Preise aufgeschlagen werden, sollte klar sein. Sprich der Verbraucher zahlt die Zeche. Wer noch immer meint Facebook oder Google seien kostenfrei, sollte hierüber noch einmal nachdenken.

Die Zukunft

Man darf wohl vermuten, dass die Thomas Cook Pleite nicht die erste und sicherlich nicht die letzte Insolvenz sein wird, die unter anderem auf digitale Veränderungen zurückzuführen ist.

Was wird uns die Zukunft bringen? Was wird passieren wenn Facebook und Google die durchschnittlich rein rechnerisch generierten ca. 25,- USD nicht mehr reichen und sie lieber 50,- 100,- oder 1.000,- USD je Mensch einnehmen möchten? Ist unsere Gesellschaft dazu bereit?

Was ist, wenn sich die Google-Konzernmutter Alphabet alle lukrativen Geschäftsbereiche einverleibt? Wird Google in wenigen Jahren der Arbeitgeber von uns allen sein?

„1.000,- USD je Mensch“, das mag dem einen oder anderen Leser vielleicht heute noch völlig absurd erscheinen. In der Vergangenheit haben Menschen oder auch Konzerne häufig Entwicklungen unterschätzt und das sowohl technisch als auch politisch.

Welche reichweiten starken Alternativen haben wir? Zwar gibt es z.B. Ecosia als alternative Suchmaschine, die Bäume pflanzt. Jedoch eine große faire Lösung bietet der Markt derzeit noch nicht.

Faires Internet

Nutzer süchtig machen, damit diese länger online sind. Um so Gewinne zu maximieren, ohne dabei an die Umwelt zu denken, erscheint mehr als egoistisch. Das ist weder dem Nutzern noch unserer Umwelt gegenüber fair.

Aber wie könnte ein faires Internet aussehen?

ACHTUNG Eigen – WERBUNG ! ! !

Diese Frage beantwortet unser APOOS Konzept. Im Mittelpunkt des Konzeptes steht die Erstellung der ersten fairen All-In-One Community.

DAS MÖCHTE APOOS:

  • Kraftwerke einsparen und so das Klima schützen.
  • Das Leben schöner, einfacher und angenehmer machen.
  • Nutzern Zeit sparen.
  • Wertvolle Tools für den Alltag liefern.
  • Mitglieder demokratisch in die Zukunft des Projektes mit einbinden. (Mitbestimmung)
  • Nutzer vor Betrug schützen.
  • Nutzern die Möglichkeit geben trotz Social Media Community zu entschleunigen.
  • Lokalen Handel fördern.
  • Fairen Wettbewerb unterstützen.
  • Regenerative Energien nutzen.

DAS MÖCHTE APOOS NICHT:

  • Manipulieren
  • Süchtig machen
  • Auf Kosten der Lebensqualität von Nutzern Gewinnmaximierung betreiben.
  • Datenhandel betreiben
  • Betrügereien unterstützen

Mit unserer Petition konnten wir bereits mehr als 25.000 Menschen begeistern und überzeugen, dass APOOS eine faire Lösung ist, die gefördert werden sollte.

Stellungnahme Bundesministerium

Wie ernst nimmt die Bundesregierung die Gefahren von unfairem Internet und die dadurch bestehende Bedrohung von Arbeitsplätzen?

Wir haben Bundesminister Altmaier vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit Schreiben vom 04. März 2019 im Namen von mehr als 20.000 Unterstützern – aus unserer Petition angeschrieben. In unserem Schreiben machten wir auf die Materie und auf die damit verbundenen Gefahren aufmerksam. Weiterhin baten wir darum die gesetzliche Grundlage für spezielle Fördergelder für faire Lösungen zu schaffen.

Nach einer Bearbeitungszeit von mehr als 140 Tagen nahm das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit Schreiben vom 26.07.2019 zu der Problematik und zur Schaffung von Fördergeldern wie folgt Stellung:

Stellungnahme Bundesministerium für Wirtschaft

Wie kann es sich eine Bundesregierung leisten, solche Themen schlichtweg zu ignorieren? Pflegenotstand, unzureichende Klimaschutzmaßnahmen und immer wieder dieselbe Reaktion, man schaut einfach zu, ohne ernsthafte Maßnahmen zu ergreifen.

ACHTUNG Eigen – WERBUNG ! ! !

Wir müssen selbst aktiv werden.

Wir können uns – mal wieder – nicht auf die Politik verlassen. Es ist nicht akzeptabel, dass Teenager süchtig gemacht werden oder das durch unfairen Wettbewerb Arbeitsplätze vernichtet werden. Das alles nur weil einige Internetkonzerne es nicht reicht mehrere Milliarden USD in nur einem Monat zu verdienen.

Wir müssen handeln, deshalb solltest Du APOOS, die faire Alternative zu klassischen Social Media und Verkaufsplattformen unterstützen. Das Internet muss fair und Klima freundlich werden, nur wer die Wahl hat ist wirklich frei.

Zehn Kraftwerke für das Internet nur in Deutschland sind zu viel !

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