Das VW T-Roc Cabrio wird keinen Nachfolger bekommen – das letzte Mal, dass VW ein Cabriolet im Sortiment hatte. UTBOERG TV hat das 1.0 TSI mit 110 PS auf Herz und Nieren geprüft.
Preise und Verfügbarkeit
In Deutschland war der T-Roc Cabrio zuletzt nicht mehr im Konfigurator gelistet. Als Orientierung: Österreichische Konfigurationen zeigen den 1.5 TSI mit Automatik und entsprechender Ausstattung bei rund 48.800 Euro, also knapp unter 50.000. Die R-Line mit Lederausstattung startet bei etwa 65.000 Euro – ambitionierte Preise für ein VW. Der Cabrio-Aufpreis gegenüber dem normalen T-Roc beläuft sich auf rund 11.700 Euro – dafür erhält man elektrisches Verdeck, verstärkte Karosserie, Überrollschutz auf beiden Seiten und Heckscheibe aus Glas.
Motor: 1.0 TSI mit 3 Zylindern
Unter der Haube arbeitet ein 1.000-ccm-3-Zylinder mit 110 PS. Für ein Cabriolet, mit dem man ohnehin eher gemütlich unterwegs ist, reicht das vollkommen. Auf Autobahnen liegt die Höchstgeschwindigkeit bei rund 185 km/h – kein Sportwagen, aber passend. Der Motor klingt akzeptabel und läuft angenehm. Das 6-Gang-Schaltgetriebe harmoniert gut mit dem Charakter des Fahrzeugs.
Innenraum: Modern und funktional
Der Innenraum macht einen modernen Eindruck. Türverkleidungen sind in Hartplastik gehalten, die Mittelbahn etwas wertiger. Chromleisten setzen optische Akzente. Fensterheber vorne und hinten, Spiegelverstellung, Sitzheizung und Lenkradheizung sind verbaut. Das virtuelle Cockpit bietet drei Ansichten. Für Radio und Klimaanlage gibt es separate Bedieneinheiten. Beleuchtungseinheiten in der Dachleiste sind per Touch bedienbar; hinter dem Sonnenschutz sitzt ein SOS-Notschalter.
Fondraum und Windschott
Im Fond ist der Platz überschaubar – für so ein Cabriolet aber durchaus vertretbar. Einstieg: über einen Lehnen-Kipphebel vorne, dann kräftig nach vorne drücken. Mit offenen Dach ist das natürlich deutlich einfacher. Isofix-Punkte für Kindersitze sind vorhanden. USB-Buchsen für die Fondpassagiere ebenfalls. Die Rücksitzlehnen lassen sich einzeln umlegen. Das Windschott liegt im Kofferraum in einem eigenen Fach – dazu gibt es ein separates Video.
Kofferraum: 284 Liter
Mit 284 Litern ist der Kofferraum kompakt, aber ausreichend für ein Wochenend-Gepäck. Auf der rechten Seite sitzt die Kofferraum-Leuchte, was das Beladen bei Dunkelheit erleichtert. Im hinteren linken Bereich befindet sich der Griff für die Notentreilung des Verdecks – für den Fall, dass das elektrische System versagt.
Verdeck öffnen und schließen
Das Verdeck lässt sich per Schalter unten in der Mittelkonsole öffnen – die Fenster fahren dabei automatisch. Technisch ist auch Öffnen während der Fahrt bis zu 30 km/h möglich, UTBOERG TV empfiehlt aber den Stand, um das Verdeck nicht unnötig zu belasten. Zum Schließen einfach erneut den Schalter betätigen.
IQ.Light: Kurvenausleuchtung in der Praxis
Das IQ.Light-System des Testwagens arbeitet bei Nacht eindrucksvoll: Lenkt man links, leuchtet der linke Bereich stärker. Auf der Gegenfahrbahn rechts ebenso. Die Grundausleuchtung der Fahrbahn ist mit Fernlicht bereits sehr gut, mit aktiviertem Kurvenlicht nochmals besser. Ein klares Argument für diese Ausstattung.
Fahreindruck: Cabriolet-Genuss mit vernünftigem Motor
Offen gefällt das T-Roc Cabrio deutlich besser als zu. Der höhere SUV-Aufbau führt dazu, dass mit offenem Dach und Windschott weniger Windgeräusche entstehen als bei niedrigen Roadsters. Mit dem 1-Liter-Motor ist das kein Emotions-Fahrzeug – aber auf Landstraßen und entspannem Cruisen macht das T-Roc Cabrio einfach Freude. Leidenschaft mit Vernunft.
Fazit
Das VW T-Roc Cabrio ist ein solides, gut ausgestattetes und technisch durchdachtes Fahrzeug. Wer ein modernes SUV-Cabriolet will und mit dem Gedanken eines der letzten VW-Cabriolets abschließen möchte, findet hier ein rundes Gesamtpaket. Der Preis ist ambitioniert – wer flexibel ist, schaut sich EU-Fahrzeuge an.