Ratgeber: Wo kann man günstige Oldtimer kaufen?

Auf die Frage, wo man günstige Oldtimer kaufen kann, gibt es verschiedene Antworten. Der Begriff Oldtimer kaufen ist ein weites Feld, je nach Modell wird der Markt kleiner oder größer. Wenn der Traumwagen dann noch günstig sein soll, wird das Angebot meist sehr überschaubar.

Wo man günstige Oldtimer kaufen kann

In diesem Artikel stellen wir Wege vor, wie man zu seinem persönlichen Wunscholdtimer kommt oder zumindest welche Wege für den Oldtimerkauf erfolgreich sein können.

Händler

Sicherlich nicht der günstigste Weg, aber dennoch sollte man bei seiner Suche auch mal einen Blick auf das Angebot von Händlern werfen, schließlich ist der Markt an guten Fahrzeugen überschaubar.

Des Weiteren sind Händler bei Gebrauchtwagen zur Gewährleistung verpflichtet. 12 Monate gibt es, wobei eigentlich sind nur die ersten 6 Monate von Interesse. Die nachfolgenden 6 Monate, muss man als Käufer nachweisen, das der Mangel / Defekt bereits bei Kauf bestand und das ist in der Praxis kaum möglich.

Gern wird die Gewährleistung ausgeschlossen in dem der Verkäufer behauptet, der Verkauf erfolgt im Kundenauftrag. Gern werden Kunden auch Garantieversicherungen gegen Aufpreis aufgedrückt, um die Gewährleistung zu umgehen.

Auch wenn ein Händler auf den ersten Blick seriös wirkt, seien Sie Vorsichtig. Mit Oldtimern kann man gutes Geld verdienen und das insbesondere wenn man an den Laufleistung dreht oder die Historie verschleiert. So stießen wir beispielsweise auf einen Oldtimerhändler, der bei Mobile.de zwar gute Bewertung hatte. Die nähere Recherche des Namens des Geschäftsführers zeigte jedoch, dass er die letzten Jahre wegen Betruges im Gefängnis saß. In einem Autoforum fanden wir diverse Beiträge von Käufern die von der ehemaligen Oldtimerfirma des Geschäftsführers betrogen wurden.

Angebote von Händlern findet man in Oldtimerzeitschriften oder auf der Internetplattform: https://www.classic-trader.com/

Schnäppchenchance: NICHT wahrscheinlich!

Zeitungsanzeigen im Wochenblatt

Es gibt auch noch Menschen, die Ihr Leben nicht im Internet verbringen und tatsächlich selbst heute noch ihren Wagen im Wochenblatt inserieren. So stießen wir z.B. bei unseren Recherchen auf einen Mercedes 230 E (W124) in Bayern. Natürlich war der Wagen bereits verkauft. Es zeigt aber, dass es selbst heute noch das klassische Inserat gibt. Hier hatten wir das Inserat gefunden:

https://kleinanzeigen.wochenblatt.de

Schnäppchenchance: Möglich, aber selten.

Kleinanzeige aufgeben

Ein weiterer Weg ist es, selbst eine Suchanzeige aufzugeben. Wir haben den Test gemacht und drei Inserate in verschiedenen Blättern in Bayern geschaltet. Gesucht wurden die Mercedes Typen 230 E und / oder 300 E.

Insgesamt erhielten wir fünf Fahrzeuge angeboten. Davon waren vier von Personen, die wussten was sie hatten. Der letzte Wagen war ein Scheunenfund, ein Mercedes 200 E / W 124 auf einem Bauernhof, der einfach nur weg sollte.

Bemerkenswert dabei, keines der Fahrzeuge war im Internet zu finden. Eine Suchanzeige kann sich also lohnen. Hier haben wir unser Anzeigen geschaltet:

http://www.anzeigenblattgruppe-suedbayern.de/

https://www.agrarheute.com/wochenblatt/kleinanzeigen

https://www.wochenanzeiger.de/kleinanzeigen-muenchen/

Schnäppchenchance: Sehr gut möglich

Europaweit suchen

Gerade in Spanien oder Italien sind Fahrzeuge teils deutlich günstiger. Auch wenn es bezüglich der Mehrwertsteuer im europäischen Ausland für Gebrauchtwagen kaum noch eine Zahlung notwendig ist, sollte man sich genau erkundigen, welche Faktoren den Kauf erschweren bzw. teurer machen. Das könnten z.B. sein:

  • In einigen Ländern ist ein Notartermin für den Kauf notwendig so z.B. in Spanien, ein Termin hierfür brauch einige Tage Vorlauf. Das bedeutet häufig eine zweite Anreise ist notwendig. Für den Notar fallen natürlich Kosten an.
  • Es sollte sichergestellt sein, dass für die Fahrzeuge keine ausstehenden Steuern aufgelaufen sind. Da z.B. in Spanien die Verbindlichkeiten auf den neuen Käufer übergehen. Dies kann man in Spanien über eine Gastoria prüfen lassen, natürlich fallen auch hier Gebühren an.
  • Dann stellt sich die Frage, wie bekommt man den Oldtimer nach Hause. Dafür sollte man eine seriöse (nicht die Günstigste) Autospedition nehmen.
  • Ggf. fällt noch Zoll an, wenn der Wagen z.B. aus der Schweiz kommt.

Ob einem diese Kosten und Umstände der persönliche Traumwagen Wert ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Auf den nachfolgenden Meta-Suchportalen kann man sich Fahrzeuge im In- und Ausland anzeigen lassen und somit Preisunterschiede herausfinden. Hinweis: Einige Inserate können schon etwas älter sein:

https://www.ooyyo.com/

https://www.reezocar.com/

VORSICHT! Auch im Ausland wird gern am Kilometerstand geschraubt. Deshalb immer die Service-Historie / Scheckheft prüfen. In einigen Ländern werden über CARFAX die Kilometerstände der letzten Jahre z.B. von TÜV-Terminen gespeichert. Man sollte NIEMALS GELD ÜBERWEISEN, ohne sich das Fahrzeug vorab selbst angesehen und alles genau geprüft zu haben!

Schnäppchenchance: Möglich, da auch Private Anbieter mit dabei sind.

Deutschlandweit suchen

Das größte Angebot an Gebrauchtwagen, Youngtimern und Oldtimern gibt es sicherlich im Internet. Die meisten Oldtimer-Enthusiasten sind bereit auch eine längere Anreise für ihr neues Fahrzeug in Kauf zu nehmen. Warum also nicht auch deutschlandweit suchen. In Bayern / Baden Württemberg scheint  es im Vergleich zum Norden ein größeres Angebot an älteren Fahrzeugen zu besseren Konditionen zugeben.

Die bekannten Fahrzeugbörsen für die Oldtimer-Suche:

https://www.mobile.de/

https://www.ebay-kleinanzeigen.de/

https://www.autoscout24.de/

TIPP: Wer relativ zeitnah über neu eingestellte Angebote informiert werden möchte, sollte sich in den Börsen Suchaufträge anlegen.

Schnäppchenchance: Gut möglich, man muss aber schnell sein.

Mit dem Fahrrad

Man sollte die Anzahl von Oldtimern oder Youngtimern nicht unterschätzen, die noch auf den Straßen unterwegs sind. Warum nicht einfach mal auf einem Sparziergang oder einer Radtour einfach mal die Augen aufhalten und schauen, was so in Wohngebieten so rumsteht.

Wir haben es mal ausprobiert und haben W124 Cabrio, Porsche 944, W123 und Maserati Quttroporte Serie I entdeckt. Selbstverständlich kommt es auf die Wohngegend an.

Schnäppchenchance: Auf gut Glück.

Schwarze Brett

Ein weitere Idee wäre ein Anschlag an einem schwarzen Brett beim örtlichen Einkaufsladen z.B. mit einer Belohnung. Wir haben diesen Weg selbst nicht ausprobiert, aber warum sollte das nicht funktionieren.

Schnäppchenchance: Auf gut Glück.

Viel Erfolg!

Wir hoffen, diese Tipps helfen dem werten Leser beim Kauf eines günstigen Oldtimers weiter. Wir wünschen viel Erfolg.

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