Ratgeber: Welches Basisfahrzeug für ein Expeditionsmobil?

Wer eine Weltreise unternehmen will, wird sich früher oder später die Frage stellen, welches das geeignete Basisfahrzeug für ein Expeditionsmobil ist.

Welches Basisfahrzeug für ein Expeditionsmobil?

Das beste Basisfahrzeug für ein Expeditionsmobil ist das, welches man fahren kann, mag und welches die persönlichen Anforderungen der Reise am ehesten erfüllt.

Was nützt einem ein 18 Tonnen Weltreisemobil, wenn man nicht den passenden Führerschein hat oder sich das Verschiffen auf den nächsten Kontinent nicht leisten kann. Oder es für die Zielregion zu unhandlich ist.

Es gibt bei der Wahl eines Weltreisefahrzeuges viel zu beachten und dabei sollte nicht das Basisfahrzeug, sondern die persönlichen Ziele und Möglichkeiten im Vordergrund stehen. Hierbei muss es sich aber nicht zwingend immer um einen Geländewagen oder LKW handeln, es könnte auch ein Flugzeug oder ein Boot sein.

Welche Bedeutung hat der Führerschein?

Liegt die Gesamtmasse eines PKW/LKW/Wohnmobils unter 3,5 Tonnen, dann darf das KFZ mit der Führerscheinklasse B und 3 (alt) gefahren werden.

Liegt die Gesamtmasse eines Fahrzeuges unter 7,5 Tonnen, dann darf das KFZ mit der Führerscheinklasse C1 oder höher und 3 (alt) gefahren werden.

Bei einer Gesamtmasse ab 7,5 Tonnen ist der Führerschein der Klasse C und 2 (alt) erforderlich. Eine Übersicht aller Klassen findet man hier.

Um im Ausland zu fahren ist ggf. der nationale Führerschein nicht ausreichend. In diesem Fall kann man sofern notwendig ein Zusatzdokument – welches als Internationaler Führerschein bezeichnet wird – beantragt werden. Eine Auflistung der entsprechenden Länder ist hier zu finden.

Brauch ein Weltreisemobil Allradantrieb?

Brauche ich ein Weltreisemobil mit Allradantrieb? Diese Fragen wurde schon in zahlreichen Foren diskutiert und wie es in Forum so üblich, jeder hat eine andere Meinung. Klar sind hierbei lediglich die folgenden Vor- und Nachteile:

  • Allrad benötigt mehr Kraftstoff, macht den Wagen schwerer und hat mehr bewegliche Teile.
  • Allrad kann in anspruchsvollem Gelände hilfreich sein, eine Garantie nicht stecken zu bleiben gibt es jedoch nicht.

Klar ist mehr Bodenfreiheit und eine Differentialsperre können auf schlechten Wegen und Straßen von Vorteil sein. Wer jedoch nicht in den Schnee, ins Gelände oder anspruchsvolle Etappen Abseits befahrener Straßen will, kann auf den Allradantrieb häufig auch verzichten.

In der Praxis macht sich der Verzicht von Allrad insbesondere im Kaufpreis von großen Expeditionsfahrzeugen wie z.B. Iveco oder Mercedes deutlich bemerkbar.

Wie autark muss man wirklich sein?

Gern wird gerade bei Weltreise- und Expeditionsmobilen mit Superlativen um sich geworfen. Mit einem 1.500 Liter Kraftstofftank kann man dann auch gleich mehrere Wochen autark bleiben. Autark steht hierbei für Unabhängigkeit, sprich ich brauche in der Zeit weder Tanken, Wasser nachfüllen oder den Kühlschrank füllen, weil ausreichend Vorräte und Ressourcen vorhanden sind.

Dabei gibt es natürlich auch noch eine andere Perspektive. Jeder Liter Vorrat verursacht Gewicht und benötigt Raum. Sollten Sie sich für einen LKW mit bis zu 7,49 Tonnen Gewicht entscheiden, denken Sie daran, dass dieser leer meist schon bei über 4 Tonnen wiegt. Zu den Vorräten kommen dann noch die Reisenden, die Kabine und die Innenausstattung sowie Gepäck. Dann sollte man schon in einem vernünftigen Rahmen bleiben. Hinzu kommt, dass auch frische Lebensmittel nicht ewig halten. Hier sollte man sich für einen sinnvollen Kompromiss entscheiden der auch zu der gewünschten Reiseroute passt.

Es sollte sich immer die Frage gestellt werden, was ist zwingend über lebenswichtig für Fahrzeug und Passagiere und was ist verzichtbarer Luxus im Verhältnis zu dem möglichen Raum und  Gewicht.

Warum alte Kisten kaufen?

Auch wenn Geld beim Kaufpreis eines Expeditionsfahrzeuges keine große Rolle spielt, bevorzugen viele Käufer ältere oder auch alte Fahrzeuge. Hierfür gibt es zwei Hauptargumente:

  • Die besondere Zuverlässigkeit bestimmter Fahrzeugtypen
  • Reparaturmöglichkeiten auf der Weltreise.

Zum einen muss man sich mit einem EURO 6 Diesel mit AdBlue fragen, ob man diesen mit schlechteren Benzinqualitäten überhaupt noch fahren kann und zum anderen wird es im Iran oder in Nepal wenig Werkstätten geben, die ein solches System reparieren können.

Das bedeutet unter Umständen, dass Ihr Allrad-LKW oder Basis Expeditionsfahrzeug über hunderte von Kilometern abgeschleppt werden muss. Das verursacht nicht nur Kosten, sondern ist auch zeitintensiv und unangenehm, wenn dann gerade das Visum ausläuft.

Nun könnte man natürlich sagen, wofür gibt es die Werksgarantie bei einem Neuwagen. Aber schaut man sich diese Garantiebedingungen an, wird man schnell feststellen, dass diese meist auf Europa beschränkt sind und einem im außer europäischen Ausland nichts nützt.

Die Frage der Ersatzteilversorgung?

Für viele Menschen ist der VW Bus der Inbegriff der Reisefreiheit. Mit ihm verbindet man Freiheit und romantische Augenblicke des Reisens, mit ihm kann man überall hin. Jedoch gibt es zu solchen Aussagen zwei Standpunkte.

Die Einen sagen, man kann quasi mit jedem Auto – wenn wir das Thema Allrad-Antrieb mal beiseite lassen – eine Weltreise machen.

Die Anderen sagen, für die Reise um die Welt brauch man ein echtes Expeditionsfahrzeug. Das Risiko nun 800 KM entfernt von der nächsten Vertragswerkstatt liegen zu bleiben viel zu groß und teuer. Die Ersatzteilversorgung in Nepal für VW Busse dürfte in der Tat nicht die beste sein.

In den letzten Jahren hat sich der Steyr als Weltreisefahrzeug breit gemacht. Das österreichische Militär hat viele Fahrzeuge ausgemustert. In vielen Foren liest man jedoch, dass man über ein Netzwerk verfügen sollte, um Ersatzteile zu beschaffen. Zwar hat MAN Steyr gekauft, aber die Ersatzteilversorgung über MAN soll in dieser Kombination dennoch nicht die beste sein.

Wobei MAN für seine Fahrzeuge einen globalen Notservice anbietet. https://www.mantruckandbus.com/de/menschen/support-weltweit.html

Der IFA LKW ist ein Fahrzeug, welches recht günstig und häufig sogar mit Allradantrieb angeboten wird. Die Ersatzteillage dürfte aber eher schwierig sein. Am ehesten kann man sich vermutlich über dieses Forum  https://www.ifa-tours.de/board/ um Ersatzteile und Tipps bemühen.

Die Firma Toyota gehört zu den Autoherstellern, die weltweit vertreten sind und bietet damit mehr Möglichkeiten als andere Fahrzeughersteller. Das Angebot an ausgeprägten Expeditionsfahrzeugen ist jedoch überschaubar.

IVECO / Magirus hier soll es einen weltweiten Versand von Ersatzteilen geben. Weitere Infos: https://www.magirusgroup.com/de/de/serving-heroes/kundendienst/

Mercedes sagt man weltweit die beste Ersatzteilversorgung nach. Hier eine Übersicht von Händlern: https://www.mercedes-benz-trucks.com/de_DE/buy/dealer-locator.html

Es ist sicherlich sinnvoll für das gewünschte Basisfahrzeug und Route einmal vorab zu prüfen, welche Vertragswerkstätten ggf. im Notfall verfügbar wären.

Das man als Ausländer im Ausland bei den Ersatzteilpreisen häufig über den Tisch gezogen wird, sollte einem vorab bewusst sein. Man sollte immer erst den Preis erfragen, bevor man einen Auftrag erteilt, dies gilt sowohl für das Teil als auch für die Reparatur selbst.

Es schadet auch nicht die Ersatzteile, die häufig kaputt gehen dabei zu haben.

Weltreisemobile bis 3,5 Tonnen mit Dachzelt

Expeditionsmobile mit bis zu 3,5 t haben einen besonderen Reiz, weil diese nicht wie ihre schwergewichtigen Brüder etlichen Auflagen unterliegen. Kleine Führerscheinklasse, Parken in Wohngebieten,  Geschwindigkeitsbegrenzungen wie beim PKW, kein seitlicher Unterfahrschutz und ggf. andere Betriebskosten sind nur einige Vorteile.

Beim Dachzelt gibt es zwei Möglichkeiten. Normale Dachzelte können eigentlich fast auf jedes Fahrzeug mit entsprechenden Dachträgern angebracht werden. Hierfür gibt es zahlreiche Hersteller, hier mal eine Übersicht:
https://dachzeltnomaden.com/dachzelt-hersteller-und-dachzelt-marken/

Dachzelte gibt es in verschiedenen Größen und Qualitäten. Der größte Vorteil liegt darin, dass man diese An- und Abbauen kann und diese somit nicht dauerhaft auf dem Fahrzeug verbleiben müssen.

Eine weitere Möglichkeit ist das Dachzelt als Hubdach zu installieren. Dabei wird quasi das Dachzelt direkt in das Fahrzeugdach integriert oder auch durch das Hubdach ersetzt. Wie man es hier z.B. sieht:
http://alu.cab/de/alu-cab-hubdach-hercules-toyota-hzj

Ein Hubdach hat den Nachteil, das es aufwendig in das Fahrzeug integriert werden muss und somit höhere Kosten als ein normales Dachzelt verursacht. Bietet dafür aber den Vorteil einer Stehhöhe, wenn man die Schlafebene hoch stellt. So könnte man im Heck des Expeditionsfahrzeuges auch stehen. Mit einer entsprechenden Innenausstattung wäre somit auch die Zulassung als Wohnmobil mit Hubdach möglich. Solche Maßnahmen sollte man vorab am besten mit einem TÜV-Prüfer besprechen.

Was man fahren mag

Weiterhin stellt sich die Frage, welches Weltreisemobil mag man wirklich fahren. Während Geländewagen ja noch recht weit an einem PKW sind, ist ein LKW schon eine ganz andere Geschichte.

Gerade wer mit dem Führerschein der Klasse 3 einen 7,49 Tonnen LKW fährt, wird schnell merken, dass das Fahren ein anderes ist. Schwere Kupplung und ein Getriebe wo man ggf. die Gänge auch mal “reinbrügeln” muss. Oder die Tatsache, dass man mit 7,49 Tonnen gerade in Städten deutlich weniger Parkmöglichkeiten hat. Erst einige Tage Probefahrt werden zeigen, ob man sich daran gewöhnen kann und will.

Häufig sind ältere Expeditionsfahrzeuge auch wesentlich lauter als herkömmliche moderne Fahrzeuge. Man muss sich mit der Geräuschkulisse anfreunden können. Gerade der Unimog von Mercedes ist ein sehr lautes Fahrzeugkonzept.

Fazit

Dieser Artikel soll deutlich machen, dass man vor dem Kauf eines Expeditions- oder Weltreisefahrzeuges die vorgenannten Punkte klären sollte. Was will ich und welche Basis habe ich. Mag ich Dachzelte? Welchen Führerschein habe ich? usw…. Ist das soweit geklärt, kann man anhand der Gewichtsklasse und den persönlichen Vorlieben das passende Basisfahrzeug für ein Expeditionsmobil aussuchen. Nun zu den Gewichtsklassen:

Basisfahrzeuge bis zu 3,5 Tonnen

Basisfahrzeuge bis zu 3,5 Tonnen:

  • Toyota HZJ
  • Land Rover Defender
  • Mercedes

Mehr Infos: Expeditionsmobile bis 3,5 Tonnen

Basisfahrzeuge bis zu 7,49 Tonnen als Expeditionsmobil

Die beliebtesten Basisfahrzeuge aus dem LKW-Bereich mit Allrad-Antrieb:

Schwerpunkt Geländeeinsatz:

  • Mercedes Unimog
  • Renault TRM 2000
  • MAN G90 8.136 / 8.150 FAE 4×4

Mehr Infos: Expeditionsmobile bis 7,49 Tonnen

LKW über 7,5 Tonnen

Wer sich nicht beschränken muss oder möchte wählt ein Basisfahrzeug ab 7,5 Tonnen aus. Hier kann man dann auch in die 5 Meter Klasse der Wohnkabinen vordringen, mit denen man sich allen Luxus gönnen kann.

Ein LKW wird in der Regel in der Industrie eingesetzt und muss halten. Deshalb gibt es in dieser Gewichtsklasse im Vergleich wesentlich mehr Auswahl an möglichen Basisfahrzeugen. Hier einige Fahrzeuge:

Mercedes-Benz 1120 AF / 1124 AF

Siehe hierzu Beitrag Leichte Wörther Klasse

Mercedes-Benz SK

Der Mercedes-Benz SK wurde 1988 vorgestellt und repräsentierte die Schwere Klasse im LKW Bereich der Daimler-Benz AG.  Der SK deckte die Gewichtsklassen von 17 bis 48 Tonnen ab. Bei den Motoren wurden der OM 366 LA (Reihensechszylinder), V6-Motoren von ca. 218 bis 340 PS und V8 von ca. 260 bis 480 PS (später sogar 530 PS) angeboten. Dabei hatte der V8 bis zu 14,6 Litern Hubraum, diese Zahlen sprechen für eine gewisse Solidität.

Die erste Generation wurde von 1989 bis 1994 gebaut und soll bereits serienmäßig über eine Zentralschmieranlage verfügen. Von 1994 bis 1998 wurde die zweite Generation gebaut, diese wurde aufgrund von Euro 2 dann auch schon mit einem elektronisches Motorenmanagement ausgestattet. Wer also lieber auf mechanische Technik wert legt, sollte einen Mercedes SK bis 1994 kaufen. Die Motoren scheinen alle zuverlässig zu sein, was ja auch kein Wunder ist, da diese Schwere Klasse auch für den Fernverkehr entwickelt wurde. Es sollen sogar Wartungsintervalle von bis zu 45.000 KM im Fernverkehr möglich gewesen sein.

Bei aller Euphorie über die Zahlen sollte man aber auch die Unterhaltskosten eines solchen Fahrzeuges nicht unterschätzen, von 22 bis zu 38 Litern Diesel je hundert Kilometer sind unter Vollast möglich. Dafür verfügt er, insbesondere als ehemaliges Feuerwehrfahrzeug, mit wenig Kilometern über mehr als ausreichend Reserven.

Quelle: https://youtu.be/s5q8Kxz-r8E

1998 wurde der Mercedes  SK vom Actros abgelöst. Hier gibt es weitere Informationen zum Mercedes SK.

MAN gl KAT

Den MAN gl KAT sieht man auf der Straße selten. Das liegt daran, dass er als Sonderfahrzeug speziell für die Bundeswehr entwickelt wurde und somit im Güterkraftverkehr des zivilen Bereich nie im Einsatz war.

Der MAN gl KAT dürfte so ziemlich die besten Geländeeigenschaften haben, die man sich für einen großen LKW wünschen kann. Er wurde in folgenden Ausführungen gebaut:

  • 5 t mil gl KAT (4×4)
  • 7 t mil gl KAT (6×6)
  • 10 t mil gl KAT (8×8)
  • 15 t mil gl KAT (8×8)

Wobei die Tonnenangabe hier nicht das zulässige Gesamtgewicht darstellt, sondern die mögliche Zuladung. Die erste Generation des gl mil KAT war sogar so konzipiert, dass sie schwimmen konnte.

Quelle: https://youtu.be/OV7FrDOvqaU

Eine weitere Besonderheit des KAT´s ist, dass er eine Wandlerschaltkupplung nutzt, welche dafür sorgt das dieses Basisfahrzeug in allen Lagen in Bewegung bleibt. Als Antriebsaggregate dienten luftgekühlte V8 Motoren mit und ohne Turboaufladung der Marke Deutz. Diese Last zu befördern erfordert allerdings auch schon 35 Liter Diesel je 100 KM oder auch mehr. Der Motor sitzt im Übrigen hinter dem Fahrerhaus. Auf eine gute Dämmung des Fahrerhauses sollte man dennoch nicht verzichten.

Neben den relativ günstigen Einstiegspreisen gilt der KAT als sehr zuverlässig und eignet sich damit hervorragend als Expeditionsmobil. Weitere Details unter: https://de.wikipedia.org/wiki/MAN_gl

Styr 12M18

Wer nicht beim Österreichischen Bundesherr gedient hat oder sich schon länger mit dem Thema Weltreisemobil beschäftigt, wird den Styr 12M18 vermutlich gar nicht kennen. Auch er wurde in erster Linie für den militärischen Einsatz entwickelt und auch seine Ingenieure haben einen guten Job gemacht. Neben Allrad-Antrieb, Untersetzungsgetriebe, drei Differentialsperren war der Styr mit seinem kurzen Radstand optimal auf Einsätze im Gelände vorbereitet.

Hinzukommt die Tatsache, dass auch er schon auf Einzelbereifung steht und mit um die 22 Liter je 100 KM bewegt werden kann. Die Fahrerkabine soll ebenfalls recht ruhig und angenehm großzügig sein.

Quelle: https://youtu.be/p_SlkfOm2eM

Lediglich die Ersatzteilversorgung für den Steyr 12M18 über MAN – welche die  Firma Steyr übernommen haben – ist nicht optimal. Somit sollte man sich vor Abreise bereits ein Netzwerk für die Ersatzteilbeschaffung organisiert haben.

Mercedes LAF 1113

Der LAF 1113 ist der König der Herzen und ein Türöffner in allen Lebenslagen. Der sogenannte Kurzhauber wurde von 1959 bis 1984 gebaut. Da man sich zu Beginn der Entwicklung des LKW nicht sicher war, ob sich nun Frontlenker- oder Haubenlenker durchsetzen würden, entschied man sich für einen Kompromiss in Form eines Kurzhaubers.

Für Weltreisende sollten insbesondere die letzte Modellpflege von Interesse sein, welche im Zeitraum von 1980 bis 1984 ausgeliefert wurde und an den drei Scheibenwischern zu erkennen ist. In diesem Zeitraum wurde der LAF 1113 mit dem OM 352 X ausgeliefert. Hierbei handelt es sich um einen sehr zuverlässigen Reihensechszylinder-Dieselmotor mit Direkteinspritzung. Dieser Motor leistet 168 PS und 423 Nm.

Auch wenn der Kurzhauber die Herzen höher schlagen lässt und Mercedes eine gute Ersatzteilversorgung hat, ist er sehr nah an einem echten Oldtimer. Der Innenraum ist schon relativ laut, was auch daran liegt das der Motor vor dem Führerhaus positioniert ist. Hier mal ein kleiner Eindruck, wie das Fahren so ist.

Quelle: https://youtu.be/w5ZZm05Lz9U

Hinzukommt dass man ihn auch unter 20 Litern  je 100 Kilometern fahren kann.

IVECO, MAN und weitere Fahrzeuge

Natürlich gibt es noch weitere Fahrzeuge die als Basisfahrzeug in der Gewichtsklasse über 7,5 Tonnen in Frage kommen. Wie z.B. IVECO 120-25, MAN 18.225, Magirus 170 D 11 bis 192 D 12, der DAF Leyland usw. Als ersten Einstieg in diese Materie sollte dieser Überblick jedoch reichen. Schließlich kommen noch die persönlichen Präferenzen hinzu, mit welchem Fahrzeug man die besten Erinnerungen verbindet.

Man sollte aber nicht allein das Herz entscheiden lassen, sondern sich Zeit nehmen und sämtliche Kriterien beleuchten, die für das persönliche Expeditionsfahrzeug entscheidend sind. Wir hoffen, mit diesem Ratgeber bei der Suche zum passenden Basisfahrzeug für ein Expeditionsmobil behilflich zu sein.

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