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Auto

Audi A6 Avant e-hybrid Adaptiver Fahrassistent Plus 2026 – UTBOERG TV

UTBOERG TV · 2026

Braucht man den Adaptiven Fahrassistenten Plus im Audi A6? UTBOERG TV zeigt es live auf der Landstraße – und erklärt, für wen sich das Upgrade wirklich lohnt.

Warum „Plus" beim A5 und A6 besonders wichtig ist

Beim Audi A5 und A6 fehlt in den meisten Cockpit-Ansichten eine klassische Tachonadel – die Geschwindigkeit wird nur als Digitalzahl angezeigt. Wer es gewohnt ist, intuitiv auf eine Nadel zu schauen, verliert damit ein wichtiges Feedback. Der normale Tempomat hält zwar Abstand zum Vorausfahrzeug, passt aber die Geschwindigkeit nicht automatisch an Schilder an. Genau hier setzt die Plus-Version an: Sie erkennt Ortschaften, Geschwindigkeitsschilder und Kurven – und reagiert selbstständig.

Schilderkennung in der Praxis

Das System liest Tempolimit-Schilder in Echtzeit aus. An einer Ampel aktiviert, beschleunigt der Assistent nach der Grünphase auf die eingestellte oder erkannte Höchstgeschwindigkeit. Wechselt die Beschilderung – zum Beispiel von 100 auf 70 – reagiert das System zügig und reduziert eigenständig. Fährt man in eine Ortschaft hinein, erkennt der Assistent das 50-km/h-Limit und bremst entsprechend. Der Übergang ist in der Regel flüssig, gelegentlich fühlt er sich etwas abrupt an.

Kurvengeschwindigkeit: Das System bewertet

Ein weiteres Plus-Feature: Der Assistent bewertet Kurven und reduziert bei Bedarf die Geschwindigkeit. In einer Testkurve bewertete das System mit rund 60 km/h – vertretbar, könnte je nach Kurvenschärfe auch etwas früher bremsen. Das Verhalten lässt sich im Infotainment auf „ökonomisch", „mittel" oder „sportlich" einstellen. Wer sanfter unterwegs ist, wählt die konservative Variante; wer flotter fahren möchte, stellt auf sportlich.

Abstandsregelung und Stauassistent

Fährt ein Vorausfahrzeug langsamer als die eingestellte Geschwindigkeit, passt der Assistent den Abstand automatisch an. Im Stau hält er an und fährt selbstständig wieder an – allerdings ohne Ampelerkennung. Querassistenz an Kreuzungen ist vorhanden: Das System blendet die Kreuzung kurz im Display ein und reagiert auf Querverkehr.

Einschränkungen – ehrlich bewertet

Zwei Punkte erfordern weiterhin Aufmerksamkeit: Abbiegespuren werden nicht immer sicher erkannt. Fährt man links ab und die Straße geht geradeaus weiter, bremst das System zwar leicht – aber nicht ausreichend; manuelles Bremsen ist notwendig. Ohne aktive Navigationsführung funktioniert das System zuverlässiger, da die Karteninformation die Reaktion unterstützt. Ampeln erkennt der Assistent (noch) nicht.

Fazit: Lohnt sich der Plus?

Wer häufig auf Landstraßen unterwegs ist und keine Tachonadel hat, sollte die Plus-Version nicht weglassen. Die automatische Geschwindigkeitsanpassung an Schilder und Ortschaften ist im Alltag ein echter Komfortgewinn. Als alleinverantwortlicher Fahrer übernimmt man das System trotzdem nicht blind – aber es hilft, Schilder nicht zu verpassen und entspannter unterwegs zu sein.